Präimplatationsdiagnostik
Die Präimplantationsdiagnostik ist ein diagnostisches Verfahren zur Untersuchung der Embryonen auf genetisch bedingte Erbkrankheiten. Sie wird vor allem in Australien, Belgien, England und den USA angewandt.
Voraussetzungen
Voraussetzung für die Präimplantationsdiagnostik ist die In Vitro Fertilisation, da nur in Vitro dem Embryo 1 bis 2 Zellen entnommen werden können. Anschließend werden die Embryonen im Labor auf genetische Fehler untersucht. Dazu stehen je nach Fragestellung zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung, die Chromosomendiagnostik mit der Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) und die molekulargenetische Diagnostik mit Hilfe der Polymerase Kettenreaktion (PCR).
Anwendung der Präimplantationsdiagnostik
Mittels der Chromosomendiagnostik können Chromosomenfehlverteilungen, wie z.B. bei der Trisomie 21 festgestellt werden, mittels PCR Krankheiten, die auf einzelne Gendefekte zurückzuführen sind, wie Zystische Fibrose, Chorea Huntington oder Thalassämien.
Außer Chromosomenfehlverteilungen können bestimmte genetische Defekte vor Einpflanzung eines Embryos diagnostiziert werden, somit können Implantation und evtl spätere Abtreibung eines erkrankten Embryos verhindert werden.
In Deutschland untersagt
In Deutschland ist jegliche Manipulation am Embryo durch das Embryonenschutzgesetz verboten, damit auch die Präimplantationsdiagnostik. Mit den der Reproduktionsmedizin verfügbaren Methoden könnte Paaren mit bestimmten Erkrankungen zum Eintritt einer Schwangerschaft mit einem nicht betroffenen Kinde verholfen werden.
Es ist möglich, dass in Zukunft die Präimplantationsdiagnostik für eng definierte Fragestellungen auch in Deutschland zugelassen wird.
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