Polkörper-Diagnostik
Die Polkörperdiagnostik ermöglicht eine genetische Untersuchung der entnommenen Eizelle. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Präfertilisationsdiagnostik, die an der Eizelle vor Abschluss der Befruchtung erfolgt.
Da in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen eine Präimplantationsdiagnostik am Embryo nicht durchgeführt werden kann, stellt die Polkörperdiagnostik die einzige Möglichkeit zur Untersuchung chromosomaler Fehlverteilung in Eizellen dar.
Mit Hilfe der FISH-Analyse werden die Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22 untersucht, die bei Aborten als Trisomie gehäuft auftreten oder als Trisomie 13, 18 und 21 bis zur Geburt führen können.
Eizellen mit einer nachgewiesenen chromosomalen Abweichung werden vom Embryotransfer ausgeschlossen. Profitieren von dieser Untersuchung können Patienten mit einem erhöhten mütterlichen Alter von mehr als 35 Jahren oder Paare mit wiederholt erfolglosen IVF/ICSI-Versuchen.
Eine erhöhte Schwangerschaftsrate ist derzeit nicht nachgewiesen.
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