In vitro Fertilisation – IVF
"IVF" steht für In-Vitro-Fertilisation, also die Befruchtung von Eizellen durch Spermien außerhalb des Körpers. Seit dem ersten "Retortenbaby" 1978 wurde diese Methode immer weiter entwickelt und verfeinert, heute sind bereits mehrere Millionen Kinder auf diese Weise auf die Welt gekommen.
Ablauf
Bei diesem Verfahren der In-vitro-Fertilisation werden die Eierstöcke durch Spritzen, die Sie sich selbst verabreichen können, hormonell stimuliert, sodass mehrere Eizellen heranreifen. Nach Auslösen des Eisprunges werden die Eizellen unmittelbar vor dem Eisprung in einer kurzen Narkose durch die Scheide abgesaugt. Anschließend werden sie außerhalb des Körpers mit den Spermien des Mannes in einer Nährlösung zusammengebracht.
Die befruchteten Eizellen entwickeln sich durch Zellteilung zu Embryonen weiter.
- Tag der Eizellpunktion + 1 = Vorkernstadium
- Tag der Eizellpunktion + 2 = Vierzellstadium
- Tag der Eizellpunktion + 3 = Achtzellstadium
- Tag der Eizellpunktion + 4 = 16-Zeller bis Beerenstadium (Morula)
- Tag der Eizellpunktion + 5 = Beerenstadium bis Bläschenstadium (Blastocyste)
Ein Zurückbleiben in dieser Entwicklungsdynamik markiert einen möglichen Defekt des Embryos mit der Unfähigkeit zur weiteren Entwicklung und Einnistung. Nur etwa ein Drittel der Vorkernstadien erreichen das Blastocysten-Stadium.
Mit Hilfe eines Kunststoff-Katheters werden zwei bis drei Tage nach der Eizellentnahme bis zu drei Embryonen in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Zumeist befinden sich die Embryonen zu diesem Zeitpunkt im 4- bis 8-Zellstadium.
Sie interessieren sich für das Verfahren? Den Prozess der IVF-Behandlung haben wir Ihnen in sieben übersichtlichen Schritten noch detaillierter aufgeschlüsselt.
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