Fruchtbarkeit und Lebensführung

Die Lebensführung hat einen großen Einfluss auf Ihre Schwangerschaftserwartung. Dabei lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen, welche in diesem Abschnitt beschrieben werden: Rauchen, Körpergewicht und Stress.

Fruchtbarkeit und Rauchen:

Niemand wird heutzutage die allgemein gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens anzweifeln wollen. Auch auf die Fruchtbarkeit des Menschen wirkt sich das Rauchen nachteilig aus.

Raucherinnen haben eine verlängerte Wartezeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft. Die Chance auf Eintritt einer Schwangerschaft ist auch im Rahmen einer Kinderwunschtherapie vermindert. Während einer Schwangerschaft ist das Risiko für Fehlgeburten und Mangelentwicklung des Kindes bei Raucherinnen gesteigert.

Raucherinnen kommen früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. Auch ist die Spermienbeweglichkeit bei männlichen Rauchern herabgesetzt. Daher ist es sinnvoll, das Rauchen bereits vor dem Beginn einer Kinderwunschtherapie einzustellen.

Weiterführende Informationen zum Thema „Fruchbarkeit und Rauchen“ der American Society for Reproductive Medicine erhalten Sie über diesen Link

Fruchtbarkeit und Körpergewicht:

Sowohl Unter-, als auch Übergewicht können die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen. Etwa jeder sechste Bundesbürger hat inzwischen Übergewicht. Das Fettgewebe verhält sich hierbei wie ein hormonproduzierendes Organ. Ein zu hoher Fettanteil im Körper der Frau wirkt sich daher auf den Zyklus aus: Frauen mit Übergewicht haben häufiger Zyklusstörungen.

Neben dem Übergewicht tritt außerdem oft ein erhöhter Insulinspiegel auf. Dieser hat direkten Einfluss auf die Funktion der Eierstöcke. Ein angemessenes Körpergewicht ist also eine wichtige Voraussetzung für die Fortpflanzung. Vorhandenes Übergewicht abzubauen erhöht die Chancen auf Eintritt einer Schwangerschaft - auch im Rahmen einer Kinderwunschtherapie.

Zur Einschätzung des Körpergewichtes errechnet man heutzutage meist den Body Mass Index (BMI). So errechnen Sie Ihren BMI:

BMI= Körpergewicht in Kilogramm
         _______________________
         Körpergröße (m) x Körpergröße (m)

 

 

BMI = (Körpergewicht in Kilogramm) / (Körpergewicht in Metern)²

Der nach dieser Formel errechnete Wert sollte bei Frauen zwischen 20 bis 25 liegen. Ein Wert >30 signalisiert starkes Übergewicht.

Auch Untergewicht ( BMI < 18 ) beeinträchtigt die Fruchtbarkeit. So können Zyklusstörungen bis hin zum Ausbleiben des Eisprunges auftreten.

Weiterführende Informationen zum Thema „Fruchbarkeit und Körpergewicht“ der American Society for Reproductive Medicine erhalten Sie über diesen Link

Fruchtbarkeit und Stress

Grundsätzlich ist Stress nichts Schlimmes: Bei Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet. Sie stoßen verschiedenste körperliche Reaktionen an: Das Herz schlägt schneller, Gehirn und Lunge werden besser versorgt, die Sinne sind geschärft. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Das Problem entsteht erst, wenn dieser Zustand anhält.

Negative Einflüsse, die Anspannung, Angst oder Ärger hervorrufen, führen zu so genanntem Disstress. Dieser schädliche Stress hält auch während der Ruhezeiten an und beeinflusst auf Dauer das Leben negativ. Erschöpfung, Nervosität, Schlafstörungen und andere Krankheitszustände können resultieren. Der Einfluss von Disstress auf Eizellreifung und Samenbildung ist seit langem Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion - ein Zusammenhang mit hormonellen Störungen und einer verminderten Spermienbildung scheint gegeben zu sein.

Wenn negativer Stress Ihr Leben belastet, sollten Sie fachkundige Hilfe suchen. In therapeutischen Gesprächen können Sie wirksame Strategien entwickeln mit dem Stress umzugehen. Neben einer Therapie können auch Yoga oder andere meditative Verfahren, Entspannungs- oder Atemtechniken helfen.

Weiterführende Informationen zum Thema „Fruchbarkeit und Stress“ der American Society for Reproductive Medicine erhalten Sie über diesen Link

Kontakt

Zentrum für Kinderwunschbehandlung Osnabrück

Gemeinschaftspraxis
Irene Coordes und
Dr. med. Manfred Schneider
Fachärzte für Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

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